Bokashi: Naturdünger aus Küchenabfällen einfach selbst herstellen

Was hinter Bokashi steckt

Bei Bokashi werden Küchenabfälle wie Obst- und Gemüseschalen nicht kompostiert, sondern fermentiert. Im Unterschied zum klassischen Kompost zerfallen die Abfälle beim Bokashi nicht, sondern werden durch Mikroorganismen in einen anderen Zustand gebracht. Diese kleinen Lebewesen sorgen dafür, dass sich in einem luftdichten Eimer aus den Resten mit Hilfe eines speziellen Starterpulvers ein wertvoller Dünger bildet. Der Prozess ist geruchlos und funktioniert auch in der Wohnung.

Die Herstellung mit dem Bokashi-Eimer

Um Bokashi selbst zu machen, braucht man einen luftdichten Eimer mit Ablaufhahn.

In den Eimer kommen die Küchenabfälle, möglichst klein geschnitten. Nach jeder Schicht wird das Bokashi Starterpulver darüber gestreut. Dieses Pulver enthält die wichtigen Mikroorganismen. Der Eimer bleibt immer geschlossen, damit keine Luft hinein kommt. Hin und wieder presst man die Masse etwas an, zum Beispiel mit einem festen Teller. So läuft der Prozess schneller ab. Nach etwa zwei bis vier Wochen ist der Inhalt fertig fermentiert und kann im Garten oder Blumentopf weiterverarbeitet werden.

  • Einen luftdichten Eimer mit Ablaufhahn verwenden.
  • Die Küchenabfälle möglichst klein schneiden und in den Eimer schichten.
  • Nach jeder Schicht das Bokashi Starterpulver darüber streuen.
  • Den Eimer dauerhaft geschlossen halten, damit keine Luft hineinkommt.
  • Gelegentlich die Masse etwas andrücken, zum Beispiel mit einem festen Teller.
  • Nach etwa zwei bis vier Wochen ist der Inhalt fertig fermentiert und kann weiterverarbeitet werden.

Der Unterschied zu Kompost und die Vorteile

Viele Menschen denken erst an einen Komposthaufen, wenn sie an die Verwertung von Bioabfällen denken. Doch Bokashi funktioniert anders: Die Abfälle bleiben im luftdichten Gefäß, statt an der Luft zu verrotten. So entstehen beim Bokashi keine unangenehmen Gerüche. Auch können fast alle pflanzlichen Küchenreste verwendet werden, sogar Brotreste oder gekochtes Gemüse. Ein weiterer Vorteil ist das Bokashi-Flüssigdünger, der beim Prozess im Eimer entsteht. Diese Bokashi-Flüssigkeit wird regelmäßig abgegossen und verdünnt als Dünger für Pflanzen genutzt. So kann jeder sogar mit wenig Platz, zum Beispiel auf dem Balkon, wertvollen Dünger herstellen und die Erde verbessern.

  • Die Abfälle bleiben im luftdichten Gefäß, statt an der Luft zu verrotten.
  • Es entstehen keine unangenehmen Gerüche.
  • Fast alle pflanzlichen Küchenreste können verwendet werden, sogar Brotreste oder gekochtes Gemüse.
  • Ein Bokashi-Flüssigdünger, der beim Prozess im Eimer entsteht, kann regelmäßig abgegossen und verdünnt als Dünger genutzt werden.
  • Auch mit wenig Platz kann wertvoller Dünger hergestellt und die Erde verbessert werden.

So nutzt man Bokashi im Garten oder auf dem Balkon

Nachdem die Abfälle im Bokashi-Eimer fermentiert wurden, sind sie bereit zur weiteren Verwendung. Im Garten kann der Bokashi-Inhalt direkt in die Erde eingegraben werden. Dort zersetzt er sich weiter und versorgt die Pflanzen mit Nährstoffen. Wer nur einen Balkon oder kleine Blumentöpfe hat, mischt das Bokashi-Material mit Erde und lässt es noch einige Tage stehen, bevor es zu den Pflanzen gegeben wird. Ganz wichtig: Der fermentierte Bokashi-Dünger sollte nie direkt an die Wurzeln kommen, sondern immer etwas mit Erde gemischt werden. Die Bokashi-Flüssigkeit lässt sich ganz einfach als Blumendünger einsetzen, wenn sie mit viel Wasser verdünnt wird.

Bekannte Erfahrungen und Tipps im Alltag

Viele Menschen berichten davon, dass sie mit Bokashi ihre Pflanzen kräftiger und gesünder wachsen sehen. Auch bei wenig Platz, etwa in der Stadtwohnung, spart Bokashi Müll und sorgt für einen kleinen Kreislauf im eigenen Zuhause. Wichtig ist, dass man bei der Nutzung immer darauf achtet, den Eimer gut zu verschließen und regelmäßig die Flüssigkeit abzulassen. Nach einiger Zeit wird die Herstellung von Bokashi zur einfachen Routine. Besonders beliebt ist Bokashi dort, wo kein Platz für einen Komposthaufen ist.

Meistgestellte Fragen zu Bokashi

  • Welche Abfälle darf ich bei Bokashi verwenden?
    Bei Bokashi können viele Bioabfälle wie Obstschalen, Gemüsereste, Brotscheiben und Kaffeesatz verwendet werden. Kein Fleisch, keine Milchprodukte und keine gekochten Soßen zufügen.
  • Wie riecht Bokashi während der Herstellung?
    Bokashi riecht meist säuerlich oder nach Sauerkraut, aber nicht faul oder unangenehm. Wenn es streng riecht, ist vielleicht zu viel Luft im Eimer oder falsche Abfälle wurden hinzugefügt.
  • Wie nutze ich die Bokashi-Flüssigkeit?
    Die Bokashi-Flüssigkeit wird mit Wasser verdünnt und dann als Dünger für Blumen, Obst und Gemüse verwendet. Nicht unverdünnt nutzen, da sie sehr konzentriert ist.
  • Brauche ich einen speziellen Eimer für Bokashi?
    Am besten funktioniert Bokashi mit einem speziellen, luftdichten Eimer mit Ablaufhahn. So kann der Prozess sauber und einfach ablaufen.
  • Wie lagert man fertigen Bokashi-Dünger?
    Der fertige Bokashi-Dünger wird mit Erde vermischt entweder vergraben oder im Balkonkasten verteilt. Luftdicht verschlossen kann er noch einige Tage aufbewahrt werden.