Brennesseljauche: Natürlicher Pflanzendünger für kräftigen Garten

Die Herstellung von brennesseljauche

Um brennesseljauche zu bekommen, braucht man frische Brennnesseln, Wasser und einen großen Eimer oder Fass. Am besten sammelt man die jungen Triebe der Brennnessel, weil sie besonders reich an Nährstoffen sind. Die geschnittenen Pflanzen kommen in den Behälter und werden mit Wasser aufgegossen. Danach lässt man die Mischung etwa zwei Wochen draußen stehen. Schon nach wenigen Tagen beginnt es stark zu riechen, das ist normal. Während der Gärzeit sollte die Flüssigkeit regelmäßig umgerührt werden. Wenn die Mischung nicht mehr schäumt, ist die brennesseljauche fertig und kann verwendet werden. Sie enthält viele wichtige Mineralstoffe, die Pflanzen im Wachstum unterstützen.

Einsatzmöglichkeiten im Garten

Brennesseljauche ist besonders beliebt bei Menschen, die ihre Pflanzen auf natürliche Weise stärken möchten. Sie eignet sich gut als Flüssigdünger für Gemüse, Blumen und Obststräucher. Die Anwendung ist einfach: Vor dem Gießen wird die brennesseljauche mit Wasser verdünnt, meistens im Verhältnis eins zu zehn. Dadurch wird verhindert, dass die Pflanzen beschädigt werden. Neben dem Düngen hilft brennesseljauche auch gegen Blattläuse und andere kleine Schädlinge. Wer regelmäßig damit gießt oder besprüht, merkt oft schnell, dass die Pflanzen kräftiger und widerstandsfähiger werden.

Vorteile gegenüber chemischen Düngern

Anders als viele gekaufte Dünger besteht brennesseljauche nur aus natürlichen Zutaten. Sie belastet den Boden nicht und hilft, die Artenvielfalt im Garten zu erhalten. Damit schont sie nützliche Tiere wie Regenwürmer oder Bienen, die für einen gesunden Garten wichtig sind. Außerdem kostet die Herstellung fast nichts, weil Brennnesseln in vielen Regionen wild und kostenlos wachsen. Wer auf brennesseljauche setzt, schont also nicht nur die Pflanzen, sondern auch die Umwelt und den eigenen Geldbeutel.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Obwohl brennesseljauche viele Vorteile hat, gibt es einige Dinge zu beachten. Die Flüssigkeit hat einen starken Geruch, der manche Menschen stört. Es ist ratsam, die Jauche weiter weg von Sitzplätzen oder Fenstern herzustellen. Außerdem sollte sie immer gut verdünnt werden, damit empfindliche Pflanzen nicht beschädigt werden. Nicht jede Pflanze verträgt brennesseljauche gleich gut, beispielsweise Bohnen und Erbsen mögen diesen Dünger nicht gern. Wer unsicher ist, testet die Mischung am besten zuerst an einer einzelnen Pflanze. Gut gelagerte brennesseljauche kann mehrere Wochen lang verwendet werden. Am besten nimmt man sie in der warmen Jahreszeit, weil Pflanzen im Frühling und Sommer den stärksten Nährstoffbedarf haben.

Die häufigsten Fragen zu brennesseljauche

  • Wie lange ist brennesseljauche haltbar?

    Fertige brennesseljauche hält sich in einem geschlossenen, kühlen Behälter etwa vier bis sechs Wochen. Mit der Zeit verliert sie aber langsam an Kraft.

  • Kann man brennesseljauche auch auf Zimmerpflanzen anwenden?

    Brennesseljauche eignet sich auch für Zimmerpflanzen. Wichtig ist, dass sie stark verdünnt wird, damit die empfindlichen Wurzeln keinen Schaden nehmen.

  • Wie erkenne ich, dass die brennesseljauche fertig ist?

    Die brennesseljauche ist fertig, wenn sie nicht mehr schäumt und nur noch klar riecht. Dann kann man sie abseihen und verwenden.

  • Warum brauchen manche Pflanzen keinen Brennesseldünger?

    Nicht alle Pflanzen mögen brennesseljauche. Besonders bei Bohnen und Erbsen sollte man vorsichtig sein, weil sie diesen Dünger manchmal nicht vertragen.

  • Kann man brennesseljauche das ganze Jahr über herstellen?

    Brennesseljauche lässt sich am besten im Frühling und Sommer machen, wenn die Brennnesseln frisch wachsen. Im Herbst und Winter sind die Pflanzen oft zu alt oder nicht mehr kräftig genug.